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16 der 32 neuen Wohnungen sind gemäß Wohnraumförderungsbestimmungen 2019 (WBF 2019) gefördert. Diese Wohnungen werden werden im Rahmen der zweiten Förderalternative ab 8,20 €/m²/nettokalt für Haushalte bis zu 180 % Haushaltseinkommen nach Wohnungsbindungsgesetz vermietet.

STADT UND LAND schafft in Lichtenrade 32 neue Wohnungen durch Dachgeschossaufbau / 50% der neuen Wohnungen werden nach den WBF 2019 gefördert

Berlin, 13. März 2020 – Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH baut in Berlin neuen Wohnraum. Das kommunale Wohnungsbauunternehmen hat in Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Lichtenrade, mit einer Dachaufstockung in Holz-bauweise begonnen. In einer Bauzeit von knapp zwölf Monaten entstehen in der Barnetstraße 60 – 67 auf einem bestehenden Wohnblock aus den 60er Jahren neue Wohnungen.

Auf dem Gebäude mit 64 vorhandenen Wohnungen entstehen im Zuge größerer Sanierungsarbeiten 32 neue Wohneinheiten in Holzbauweise als Dachaufstockung. Über zwei neue Vollgeschosse verteilen sich 10 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 16 Drei-Zimmer-Wohnungen und 6 Vier-Zimmer-Wohnungen. Sämtliche neuen Wohnungen werden über einen Balkon verfügen. 

16 der 32 neuen Wohnungen sind gemäß WBF 2019 gefördert. Diese Wohnungen werden im Rahmen der zweiten Förderalternative ab 8,20 €/m²/nettokalt für Haushalte bis zu 180 % Haushaltseinkommen nach Wohnungsbindungsgesetz vermietet.

„Mit diesem Fördermodell erhalten mehr Menschen die Berechtigung für geförderten Wohnraum“, erklärt Anne Keilholz, Geschäftsführerin der STADT UND LAND. „Davon profitieren Personen, die bisher nicht in die Grenzen des normal WBS passten, weil ihr Einkommen dafür zu hoch war, die sich aber dennoch keine Wohnung im freifinanzierten Wohnungsbau leisten konnten, weil das Einkommen dafür wiederum zu niedrig war“, so Keilholz weiter.

Die Mietengestaltung der freifinanzierten Wohnungen wird sich nach der Kooperationsvereinbarung „Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung“ richten und im Durchschnitt unter 10 Euro nettokalt/m² betragen. Diese Mietengestaltung sorgt für durchmischte Nachbarschaften und festigt somit soziale Nachbarschaften im Quartier.

Die Instandsetzung der Treppenhäuser in der Barnetstraße 60-67 erfolgt nach der Beendigung der Dachgeschossarbeiten. Außerdem wurden im Zusammenhang mit der Sanierung erstmals Aufzüge installiert.

Die Aufstockung von Wohngebäuden gilt als eine verträgliche Form der innerstädtischen Nachverdichtung. Der Dachgeschossaufbau in der John-Locke-Siedlung ist ein Pilotprojekt der STADT UND LAND in punkto Dachgeschossaufbau und wurde im Rahmen des Gesamtsanierungsvorhabens John-Locke-Siedlung geplant.

Im Rahmen ihres Auftrages, viel Wohnraum in kurzer Zeit zu bezahlbaren Mieten zu errichten, hat die STADT UND LAND ihren Gesamtbestand hinsichtlich möglicher Aufstockungspotentiale, technischer Machbarkeit als auch der Wirtschaftlichkeit untersucht.

„Dachgeschossaufbau ist stadtverträglich, es werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner empfinden eine Aufstockung als weniger eingreifend: das gewohnte Umfeld bleibt, die Bauzeit ist kürzer und damit werden die Einschränkungen, die mit dem Bauvorhaben für Anwohnerinnen und Anwohner einhergehen, als geringer empfunden“, so Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND. „Aber“, so Malter weiter „sie sind weder kostensparend noch lässt sich damit die erforderliche Schlagzahl an den benötigten neuen Wohnungen realisieren. Deshalb wird der Dachgeschossaufbau in der John-Locke-Siedlung der vorerst Einzige bleiben.“

Berlin wächst. „Bauen“ lautet deshalb auch die Devise für die STADT UND LAND. In den letzten Jahren wurden bereits 2.318 Wohnungen fertiggestellt, 1.908 Wohneinheiten befinden sich aktuell im Bau und über 4.000 Wohnungen in der konkreten Vorbereitung bzw. in der Projektentwicklung. Damit – ergänzt durch den Ankauf von rund 7.500 Bestandswohnungen – erhöht das Unternehmen den Bestand auf 55.500 eigene Wohnungen im Jahr 2026.

Die STADT UND LAND saniert und modernisiert ihre Bestände zudem kontinuierlich. Die John-Locke-Siedlung bildet seit 2013 einen wesentlichen Sanierungsschwerpunkt der STADT UND LAND. Hier werden rund 1.800 Wohnungen sowie 9 Gewerbeeinheiten komplett saniert und instandgesetzt. Im Rahmen der Sanierung werden u. a. die Fassaden und Kellerdecken gedämmt, die Dächer, Balkone und Aufzüge instandgesetzt sowie alte Fenster ausgetauscht. Die notwendige Schadstoff- und Strangsanierung in den Wohnungen bedingt einen mehrwöchigen Auszug der Mieter des jeweiligen Bauabschnittes. Die Kosten hierfür trägt das kommunale Wohnungsbauunternehmen.

Neben den Baumaßnahmen werden - unter Einhaltung des vorhandenen städtebaulichen Charakters - vier Quartiere gebildet, um die Identifikation der Mieter mit ihrer Siedlung weiter zu erhöhen. Die Neugestaltung des Stadtplatzes als Zentrum der Siedlung ist bereits abgeschlossen und steht seit Längerem wieder für Feste und Märkte zur Verfügung.

Das Sanierungsvorhaben John-Locke-Siedlung wird im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Über die STADT UND LAND

Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH gehört mit mehr als 48.000 eigenen Wohnungen, über 800 Gewerbeobjekten und knapp 9.500 für Dritte verwaltete Mieteinheiten in Neukölln, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf sowie in Neuenhagen und Fredersdorf zu den großen städtischen Wohnungsbaugesellschaften Berlins. Der Bestand soll bis 2026 durch Neubau und Ankauf auf insgesamt 55.500 Wohnungen wachsen. Kontinuierlich investiert die STADT UND LAND auch in die Sanierung und Modernisierung ihrer Bestände und unterstützt zahlreiche soziale Projekte und Initiativen zur Stärkung der Quartiere.

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