Für 200.000 Menschen ein neues Zuhause geschaffen

Für 200.000 Menschen ein neues Zuhause geschaffen

„Roadmap“ der Landeseigenen Wohnungsbauunternehmen mit positiver Bilanz der letzten zehn Jahre und einem Ausblick

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Zehn Jahre nach dem Start der „Roadmap für 400.000 bezahlbare Wohnungen“ haben die sieben Landeseigenen Wohnungsunternehmen viele ihrer Ziele früher als geplant erreicht und sogar übertroffen.

Bereits Ende 2025 lag der Bestand bei 404.170 Wohnungen, bis Ende 2026 sollen es rund 412.454 sein. Entscheidend dafür war aus Sicht der STADT UND LAND und ihrer Schwesterunternehmen auch ein Strategiewechsel. Dass der Zukauf den Neubau überwiegt, spiegelt die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider: Infolge von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg stiegen die Baukosten zwischen 2016 und 2025 um gut 80 Prozent – Wohnungsneubau wurde in diesem Zeitraum so teuer wie nie zuvor. Auch stetige Bemühungen der Landeseigenen um kostenoptimiertes Bauen konnten diesen Trend nur teilweise kompensieren.
Insgesamt wuchs der Bestand um 43.000 neu errichtete und etwa 49.000 angekaufte Wohnungen – ein Zuwachs in der Größenordnung einer Großstadt, die rund 200.000 Menschen ein Zuhause gibt.
Die Zahlen stellte STADT UND LAND Geschäftsführer Ingo Malter als Sprecher der Landeseigenen vor und hob dabei die gemeinsame Kraftanstrengung von Wohnungswirtschaft, Land und Bezirken hervor. Sein Fazit: Die Landeseigenen haben geliefert – trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Insgesamt investierten die Unternehmen rund 15,3 Milliarden Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung – rechnerisch 4,2 Millionen Euro täglich. Hinzu kommen rund 8,3 Milliarden Euro für Ankäufe. Gut 45 Prozent der fertiggestellten Wohnungen entstanden dabei mit öffentlicher Förderung.

Die Landeseigenen sind das Rückgrat der Berliner Wohnungspolitik. Zusammengenommen gehören wir zu den größten Projektentwicklern in Deutschland. Wir haben bewiesen, dass wir liefern: mehr Wohnungen, mehr Investitionen, günstige Mieten – und das in einem der schwierigsten wirtschaftlichen Umfelder seit Jahrzehnten. Berlin kann sich auf uns verlassen. Das war so, und das bleibt so.

Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND

Der Konzern STADT UND LAND hat zwischen 2014 und Juni 2026 insgesamt 7.418 Wohnungen neu gebaut und 7.268 gekauft. 952 Wohnungen sind aktuell im Bau, 921 weitere in der Bauvorbereitung. Bis einschließlich 2035 plant das Unternehmen die Fertigstellung weiterer 4.913 Wohnungen. Zudem sind 450 Ankäufe geplant.

Faktor Bestandsmieten

Inzwischen wohnen rund eine Million Berlinerinnen und Berliner bei den städtischen Gesellschaften. Fast jede vierte Mietwohnung ist kommunal. Warum das so wichtig ist, machte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner deutlich: „Gerade bei den Bestandsmieten steht Berlin noch immer ganz stark da“, erklärte er. Mit durchschnittlich 7,09 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2025 seien die Wohnungen der Landeseigenen Gesellschaften „kaum zu unterbieten“, so Ingo Malter. Aber auch die Neuvertragsmieten liegen mit 9,31 Euro weiterhin deutlich unter den Berliner Angebotsmieten auf Immobilienportalen.
Politisch wurde die Bilanz entsprechend positiv bewertet. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem „großartigen Erfolg“. Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler betonte die Rolle der Landeseigenen für eine sozial gerechte Stadtentwicklung und lebenswerte Quartiere, während Finanzsenator Stefan Evers auf die wirtschaftliche Dimension und die künftig schwieriger werdenden Rahmenbedingungen verwies.
Die Herausforderungen sind bekannt: steigende Kosten, wachsende Stadt, hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig geht bei den Wohnungsunternehmen die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben weiter auseinander – eine Entwicklung, die es aufzuhalten gilt, das machten alle Beteiligten deutlich. Denn Berlin braucht dauerhaft funktionierende Wohnungsunternehmen.

Die Roadmap 2.0 ist kein Wunschzettel, sondern ein realistisches Programm, das auf den Wirtschaftsplanungen unserer Unternehmen fußt. Klar ist aber auch: Dauerhaft bezahlbarer Neubau braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Verlässliche Förderung, Grundstücke, Planungsrecht – das sind keine Extras, das sind die Voraussetzungen. Wer bezahlbares Wohnen in Berlin will, muss in diese Grundlagen investieren. Wir sind bereit. Berlin kann sich auf uns verlassen.

Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND

Weiterhin Neubau und Ankäufe

Deshalb geht es weiter: Die „Roadmap 2.0“ ist das Versprechen für die nächsten zehn Jahre. Vorgestellt und unterzeichnet wurde diese im Rahmen der diesjährigen Neubautour am 5. Juni 2026 der Landeseigenen Wohnungsunternehmen mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, sowie Finanzstaatssekretärin Tanja Mildenberger.
Das gemeinsame Ziel: Bis Ende 2035 wollen die Unternehmen ihren gemeinsamen Bestand auf rund 464.877 Wohnungen ausbauen – ein Wachstum um etwa 56.100 Wohnungen bzw. fast 14 Prozent. Das schafft Wohnraum für schätzungsweise weitere rund 120.000 Menschen – so viele, wie heute in einem Berliner Altbezirk wie Schöneberg leben. Der Bestandszuwachs soll dabei vor allem durch Neubau erreicht werden, ergänzt durch wirtschaftlich sinnvolle Ankäufe.
Die Roadmap 2.0 setzt bewusst auf überprüfbare Etappen: Bereits bis Ende 2030 soll der gemeinsame Bestand auf rund 440.600 Wohnungen wachsen – ein Plus von rund 32.000 Wohnungen.
Auf dieser Grundlage wollen Senat und Landeseigene zur Halbzeitbilanz prüfen, wie sich Baukosten, Förderung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die weitere Entwicklung bis 2035 auswirken.
Perspektivisch verfolgt der Senat das Ziel, den landeseigenen Bestand auf 500.000 Wohnungen zu erhöhen – zusammen mit Genossenschaften und weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren soll das gemeinwohlorientierte Segment des Berliner Wohnungsmarkts damit kontinuierlich erhöht werden.
Die Roadmap 2.0 benennt aber nicht nur Ziele, sondern auch, was für ihre Umsetzung nötig ist: Grundstücke, die das Land für den Wohnungsbau bereitstellt; verlässliche Förderung für den mietpreisgebundenen Neubau; beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren – u. a. durch das Schneller-Bauen-Gesetz; sowie eine Mietenentwicklung, die es den Unternehmen erlaubt, Neubau, Klimaschutz und Bestandspflege wirtschaftlich zu stemmen.

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