Mehr Austausch als gedacht

Mehr Austausch als gedacht

Mit IT-Azubi Yannis Grunwald im Gespräch

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Von Montag bis Mittwoch im Unternehmen, donnerstags und freitags in der Berufsschule: So sieht die Arbeitswoche von Yannis Grunwald aus. Der 20-jährige Berliner hat im September 2025 die Ausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management bei der STADT UND LAND begonnen – als erster Azubi dieses Berufszweigs im Unternehmen. Im Interview berichtet er nun von den ersten neun Monaten seiner Ausbildung.

Sie machen bei der STADT UND LAND die Ausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management. Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?

Die STADT UND LAND war mir vorher als Wohnungsbaugesellschaft bereits ein Begriff. Ich fahre viel mit dem Fahrrad durch Berlin. Da ist mir der Schriftzug schon an einigen Häusern und Klingelschildern aufgefallen. Dann hat es sich ergeben, dass ein guter Freund bei der STADT UND LAND eine Ausbildung als Immobilienkaufmann begonnen hat. Er meinte, dort würden auch Azubis für den IT-Bereich gesucht. Da wusste ich sofort, das könnte für mich passen.

Haben Sie sich denn schon zur Schulzeit mit Computern und IT beschäftigt? Gab es zum Beispiel Informatikkurse an Ihrer Schule?

Für Computer und alles Elektronische interessiere ich mich schon seit meinem ersten Nintendo. In der Grundschule hatten wir ab und zu Unterricht in einem Computerraum. Das war sehr interessant. Da wurde uns zum Beispiel Excel gezeigt, und wir durften aber auch Computerspiele ausprobieren. Wir haben auch gesehen, dass man sich um die Computer kümmern muss und nicht alles von selbst funktioniert. Auf dem Gymnasium habe ich dann später das Wahlpflichtfach Informatik belegt. Das wurde schnell zu meinem Lieblingsfach, nicht zuletzt weil wir einen sehr guten Lehrer hatten. Er hat es wirklich verstanden, meine Begeisterung für das Thema zu wecken.

Woran arbeiten Sie momentan?

Aktuell kümmere ich mich um die Weiterentwicklung des Ticketsystems, das die STADT UND LAND intern nutzt. Über dieses Ticketsystem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Fragen und Anliegen strukturiert an die IT-Abteilung schicken. Zurzeit liegt mein Fokus darauf, Vorlagen zu erstellen und die Nutzung für alle möglichst einfach zu gestalten. Dadurch bekomme ich einen sehr guten Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des Unternehmens. So konnte ich in kurzer Zeit schon viel Erfahrung sammeln.

Somit stimmt wohl das weit verbreitete Klischee gar nicht, wonach IT-Abteilungen nur abgeschottet im stillen Kämmerlein sitzen?

Ja, genau, weder abgeschottet noch im dunklen Serverraum – wir sind viel im Haus unterwegs, sprechen direkt mit den Kolleginnen und Kollegen. So erfahren wir, wo die Probleme liegen, wo es technisch hakt, und versuchen immer, schnell zu helfen: zum Beispiel wenn eine Software fürs Adressmanagement nicht einwandfrei läuft oder jemand häufig Probleme mit dem Laptop im Homeoffice hat.

Was gefällt Ihnen bisher am Berufsbild gut? Und was haben Sie sich vielleicht anders vorgestellt?

Wenn man gerade erst Abitur gemacht hat, kann man sich kaum vorstellen, für die nächsten 40 Jahre einen einzigen Beruf zu erlernen und auszuüben. Aber auch hier fällt mir noch mal das Thema Kommunikation ein: Ich hätte nicht erwartet, dass wir als IT-Team so viel mit den anderen Bereichen im Austausch sind. Mich freut es, wie hier bei der STADT UND LAND die Menschen auf mich zugehen, ihre Probleme schildern und sich schließlich bei mir bedanken, wenn wieder alles läuft. Das Schöne ist, wir finden eigentlich immer eine Lösung.

Somit sind Sie nicht nur IT-Fachmann, sondern brauchen durchaus auch psychologische Fähigkeiten, in angespannten Situationen auch mal zu beruhigen …

… absolut. Man muss erst mal selbst Ruhe bewahren, direkt miteinander sprechen, nicht nur mailen, dabei gut zuhören und dann konzentriert an der Lösung arbeiten. Da kann ich mir auch viel von meinen älteren Kolleginnen und Kollegen im Team abschauen. Wenn etwa der Rechner, der Laptop oder das Handy nicht richtig funktionieren, ist es für die Betroffenen eben immer ein Ausnahmezustand. Und darum kümmern wir uns, bis wieder alles läuft.

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